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Lesen Sie hier den Erfahrungsbericht einer Patientin:

hnc: Problemlösung leicht gemacht

Gestatten, dass ich mich kurz vorstelle? Ich bin 37 Jahre, weiblich, eins-einundsiebzig hoch, stehe auf Fundament 42 und habe endlich meine gesundheitlichen Probleme gelöst. Die vermutete ich lange Jahre auf meiner Rückseite, wo sie hartnäckig festzusitzen schienen. Orthopäden und Chiropraktiker brachten die Schmerzen längs der Wirbelsäule stets in Zusammenhang mit einer Skoliose unbekannten Ursprungs, mit der ich so gut wie möglich leben müsse. Was ich mangels ärztlicher Therapievorschläge denn auch eine ganze Weile tat. Es war eine Zeit der unangenehmen Überraschungen: Ganz plötzlich zwangen mich aus dem Lot geratene Wirbel in die Knie, Chiropraktiker griffen ein respektive zu und ließen es hörbar knacken. Angesichts der Häufung dieser Art gewaltsamer Eingriffe wurde von ärztlicher Seite gern gewarnt: „Zu oft sollten wir das nicht machen, sonst leiern die Wirbel noch aus.“ Ein überaus aufmunternder Blick in die Zukunft!

Einem namhaften Spezialisten sollte es schon bald darauf gelingen, schwärzesten Pessimismus zu verbreiten. „Ich sehe deutliche Abnutzungserscheinungen aus ihrer Zeit als Leistungssportlerin“, urteilte der Fachmann nach Ansicht meines Röntgenbildes. Er riet mir dazu, aufs Laufen zu verzichten und mich künftig dem Schachsport zu widmen. Dieser vernichtenden Diagnose schlossen sich drei Jahre Physiotherapie an, während derer ich mir unter Anleitung des Cheftherapeuten einen stabilisierenden Muskelpanzer an Bauch und Rücken trainierte. „Mehr können wir da nicht machen“, entschuldigte sich die Krankengymnastik-Crew schließlich, und gab zu, noch immer nicht zu wissen, wo die Ursache für den schmerzenden Rücken und meine instabile Wirbelsäule liege.

Ein Glücksfall war die Begegnung mit einer Osteopathin. Als Physiotherapeutin hatte sie sich darauf spezialisiert, Schmerzen nicht als „lokales Ereignis“, sondern Ergebnis einer Ursache-Folge-Kette zu sehen. Meinen Zuwachs an Bauch- und Rückenmuskulatur bezeichnete sie kopfschüttelnd als „extrem kontraproduktiv“, gebot weiterem Tun Einhalt, und legte mit Bedacht Hand an. In zahlreichen manualtherapeutischen Sitzungen gelang es, die Balance zwischen einzelnen Muskeln wieder herzustellen, und damit die Wirbelsäule spürbar zu entlasten. Sport konnte ich nun wieder nahezu beschwerdefrei ausüben, doch das Gleichgewicht war sensibel: Wann immer ich meinen Rücken zu sehr belastete, zu lange in einer bestimmten Sitzposition verharrte, oder im beruflichen und privaten Alltag Stress empfand, schmerzten auch Muskulatur und Wirbel.

Es mag belustigend sein, dies von Menschen „im besten Alter“ zu hören, doch ich fand mein Leben damals ausgesprochen anstrengend. Das betraf nicht nur sportliche Aktivitäten, sondern auch die Denkarbeit am Schreibtisch, die ich immer öfter in der Horizontalen erledigte. Liegepause. Beine hoch legen. Tässchen Kaffee und wieder klassische Sitzposition auf dem Bürostuhl: Mir schien, als leiste ich unter übermäßigem Aufwand von Energie, was eigentlich mühelos zu bewerkstelligen sein musste.

Ein lästiges Schwindelgefühl schränkte meinen Aktionsradius oft zusätzlich ein. Als Kind hatte ich mich mit Begeisterung bis hinauf in die Baumwipfel geschaukelt, nun drehte sich die Umwelt schon kurz nach dem Platznehmen auf einem frei beweglichen Sitzbrett. Auch beim Schwimmen musste ich nach einigen Bahnen innehalten, um mich zu orientieren.

Empfehlungen eines ehemaligen Sportkollegen führten mich in die Praxis von Clemens Künstner. Neugierig hatte ich zuvor von dessen außergewöhnlicher Behandlungsmethode gelesen, die zahlreiche bekannte naturheilkundliche Methoden verbindet und medizinischen Problemen mit einem faszinierend vielschichtigen Blick zu Leibe rückt. Human Neuro Cybranetics (hnc) ist eine gemeinsame Spurensuche von Patient und Therapeut, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit aller Teile des Körpers zu optimieren. Dass der Therapeut dabei den Kopf als oberste Schaltzentrale berücksichtigen muss, leuchtet ein. Von hier aus laufen die Informationen über Nervenbahnen schließlich auch zur Muskulatur meines schmerzenden Rückens. Der kinesiologische Muskeltest steht am Anfang einer jeden Behandlung und verrät bei mir eine mangelhafte Kommunikation zwischen „ganz oben“ und diversen Gliedmaßen. Füße, Beine, der linke Arm, die Hände: Die schwach getesteten Bereiche werden mittels sanfter chiropraktischer und osteopathischer Handgriffe in ihre ursprüngliche Lage zurück bewegt. Dann geht es mir an den Kragen: Der erste Halswirbel - auch „Atlas“ genannt – ist nach vorne verkippt und muss wieder optimal platziert werden. Als Primus der Wirbelsäule kommt ihm eine entscheidende Rolle bei der Übertragung von Impulsen zu. Meiner stand, wie ich überrascht erfahre, gewissermaßen „auf der Leitung“ und erschwerte die Reizübertragung. Dass die perfekt positionierten Extremitäten nun wesentlich schneller ihre Befehle aus der obersten Schaltzentrale empfangen, belegt ein erneuter Muskeltest. Gerne würde ich jetzt von der Liege hüpfen und meine korrigierten Bewegungswerkzeuge mit ein paar Schritten durch das Behandlungszimmer testen, doch wir sind noch nicht fertig. Ob ich mich an zurückliegende Stürze erinnern kann, möchte der Therapeut wissen, und beginnt meine aktuelle Schrittstellung herauszufinden. Ich denke nach: Gefallen bin ich tatsächlich oft. Von Bäumen, Mauern, dem Fahrrad, in spektakulärer Serie als Kind besonders mit den Rollschuhen. In der Horizontalen beobachte ich neugierig das Geschehen am Fußende der Liege und stelle erstaunt fest, dass ich die Füße nicht parallel halten kann. Stehend erkenne ich deutlich, dass ich verdreht bin. Rechts-links-verdreht. Genau so, wie ich (in der Summe der Stürze?....) gefallen bin. Fallen, das bedeutet: Schutzhaltung einnehmen, einigeln, den Kopf oben halten, und ...die Zähne zusammenbeißen. Meine Kieferspannung verrät, dass mein Nervensystem jeden kleinen Sturz registriert und damit auf Stress reagiert hat. Sturz-Bewältigung – das wäre beispielsweise Abbau der zum Schutz des Körpers instinktiv aufgebauten Spannung durch Flucht. Aber wer läuft schon weg, wenn er mit blutendem Knie auf der Straße sitzt?

Wir lösen das Problem mit einer Korrektur der Kieferknochen. Die Spannung wird damit erneut über das Nervensystem gelöst. Ein Griff – und ich lasse locker. Das wirkt sich wohltuend auf jeden einzelnen Zentimeter meines Körpers aus: Traumhaft leicht empfinde ich das Gehen bei einem kleinen Spaziergang durch den Therapieraum. Ich habe das Gefühl, als stünde ich nach langer Zeit wieder richtig auf meinen Füßen, als würde ich sie zum aller ersten Mal gleichmäßig belasten. Nach der Behandlung schlafe ich sehr tief, und mein erster Dauerlauf gestaltet sich am darauf folgenden Tag spektakulär: Ich fühle mich, als hätte man mir zwei unglaublich leistungsfähige, neue Beine unter den Rumpf gezaubert.

Die zweite Behandlungseinheit widmet sich den verbliebenen Problemzonen, und lässt mich sensibel werden für das empfindliche System meines Körpers. Alles steht in Beziehung zueinander, und wo ein Rückgrat verbogen ist, kann auch die Hüfte nicht im Lot sein. Nachdem wir die Skoliose in der ersten Therapiestunde beseitigt haben, wird nun das zwangsläufig „schiefe“ Becken in Wunschposition gebracht. Höchst erfreuliche Folgeerscheinung: Meine Beinlängendifferenz hat keine Existenzberechtigung mehr. Wirbelsäule, Hüfte, Beine und Füße können wieder funktionell sein – ich darf mich ohne Beeinträchtigung fortbewegen, was ich unter starker Belastung beim Tempolauf im Wald am Abend zufrieden feststellen werde. Und mein Schwindel? Liegt daran, dass oben, unten, rechts und links nicht richtig programmiert ist, erfahre ich. Wir programmieren neu und stellen Gleichgewicht her. Was an meiner Skepsis zunächst nichts ändert. Zu schnell vollzog sich die Korrektur, zu einfach scheint mir diese Methode bei einem Langzeit-Handicap wie diesem. Doch meine Zweifel werden anderntags auf einer Kinderschaukel (wildes Schaukeln = Extrembedingungen) und im Hallenbad zerstreut, wo es mir bei zahlreichen Rollwenden nicht gelingt, mich schwindlig zu drehen. Die größte Überraschung erlebe ich zu Hause am Schreibtisch: Irgendwann, etliche Tage nach unserer letzten Behandlung, stelle ich plötzlich fest, dass ich in den zurückliegenden Tagen kaum noch sehnsüchtig auf die Liege hinter dem Schreibtisch geschielt habe. In einem Langzeitversuch teste ich jetzt die mir verdächtige Expansion meines Arbeitspensums.

Sie werden von mir hören.

 

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